ONE BILLION RISING – für eine Welt ohne Gewalt

In der Welt in der wir leben, herrscht auch im 21. Jahrhundert noch immer das Recht des Stärkeren.Über alle Kontinente hinweg gilt, dass die vermeintlich Schwächeren Unterdrückung und Gewalt durch vermeintlich Stärkere ausgesetzt sind.Lagerhalle, "One billion rising".

Schwäche ist hier aber nicht in erster Linie als körperliches Merkmal zu sehen, Schwäche bedeutet in diesem Sinne auch und vor allem, gesellschaftlich eine weniger wichtige und machtvolle Position zu besitzen, als andere. Ökonomisch, wissensmäßig, psychisch und auf vielen anderen Ebenen abhängig zu sein oder zumindest in dieser Rolle verortet zu werden.

Ganz unten in der Hackordnung sind auch heute noch Frauen und Mädchen, noch weiter unten Frauen und Mädchen die nicht allein wegen ihres Geschlechtes als minderwertig angesehen werden, sondern außerdem noch weitere Kriterien aufweisen, die nicht ins gewünschte Bild passen. Dazu gehört die sexuelle Orientierung, die falsche Religion und in unserer europäischen Umgebung das Nicht-Weiß-Sein, bzw. der sogenannte Migrationshintergrund.

Auch wenn das eigentliche Ziel eine Welt ohne Gewalt sein muss, so setzen wir mit der aktuellen Kampagne ONE BILLION RISING bei der Gewalt gegen die ganz unten, gegen Frauen und Mädchen an.

Jede dritte Frau weltweitgerechnet (one billion – eine Milliarde), wird im Lauf ihres Lebens vergewaltigt, sexuell genötigt, oder geschlagen. Psychische Gewalt und der alltägliche Sexismus sind hier noch gar nicht mitgerechnet.

In Deutschland trifft es jede vierte Frau, es gibt keinen Grund, sich in erster Linie über Länder wie Indien zu empören. Selbstverständlich sind wir solidarisch mit den Frauen in aller Welt, aber wir müssen den Finger auch und zuerst in unsere eigene Wunde legen und die Probleme in Europa und in Deutschland deutlich benennen. Nur dann können wir auch eine glaubwürdige Solidarität mit den Frauen in anderen Ländern zum Ausdruck bringen.

Wir können alle voneinander lernen und wenn wir unsere individuellen Stärken vereinigen, nicht mehr nur vor der fremden Haustür kehren, sondern auch vor der eigenen und zugleich bereit sind, unsere Besen zu tauschen, die alle anders sind, von denen aber keiner besser oder schlechter kehrt, dann werden wir gemeinsam unser Ziel erreichen.

Unser Ziel einer Welt ohne Gewalt und als ersten Schritt dorthin, einer Welt, in der Frauen nicht mehr unablässig im Bewusstsein der Gefahr alltäglicher Übergriffe leben müssen. Einer Welt, in der Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht mehr “Norm” ist, nicht mehr als Kavaliersdelikt gehandelt wird und in der auch die Basis dieser Gewalt, die sich in Sexismus, oft gepaart mit Rassismus und Ableismus, in kleinen Gesten, wie in großen Übergriffen, in leisen Tönen, wie in lautem Geschrei äußert, nicht mehr geduldet wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, stehen wir gemeinsam auf, hier und heute, immer dann, wenn es notwendig ist und wenn wir uns stark genug dazu fühlen.

Und gemeinsam feiern und demonstrieren wir unsere Stärke erneut in einem großen weltweiten RISING am 14.Februar 2014, am Valentinstag, der für uns nicht mehr als Tag der geschenktenBlumen, sondern als Tag unserer erkämpften Rechte gilt.

Nach dem 14.2.2013 – ein neuer Anfang

Innerhalb kurzer Zeit hat sich diese  Kampagne unglaublich entwickelt,  unzählige Aktionsgruppen sind in aller Welt aus dem Boden geschossen. Hier wird eine fast unvorstellbare Energie und Kraft sicht- und spürbar, die wir uns so bisher kaum vorstellen konnten.

Am 14. 2.2013, wenn sich alle Aktivistinnen und Aktivisten vereinigen werden, um lautstark das Ende der alltäglichen Gewalt gegen Frauen zu fordern und einzuleiten, ist der Höhepunkt der Kampagne ONE BILLION RISING erreicht.

Dieser Endpunkt darf aber nicht das Ende sein. Wir sollten tun, was wir können, um das was wir bisher an Energie, an Power, an Entschlossenheit und an Vernetzung erreicht haben, nicht wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen. Im Gegenteil sollten wir uns stattdessen weiterhin zusammenschließen, um dauerhaft an dem Erreichten weiterzuarbeiten und uns unsere Kraft und Stärke nicht nur zu erhalten, sondern sie stetig wachsen zu lassen.

Deshalb, nutzen wir “die Gunst der Stunde”, leiten wir unsere Euphorie, die entstandene Energie, die Lust am ‘Rising’ und vor allem auch die entstandenen Kontakte in strukturierte Bahnen, um aus dem Aktionstag ein alltägliches Agieren zu machen.

Sexismus und sexualisierte Gewalt gegen Frauen gehen oft Hand in Hand mit Rassismus, Homo-/Transphobie und Ableismus. Dagegen gute Strukturen zu entwickeln und auf eine schlagkräftige, wirkungsvolle  gemeinsame Basis zu stellen, ist eine große und wichtige Aufgabe, die, wie die derzeitige gesellschaftliche Debatte um #aufschrei/Sexismus zeigt, den wunden Punkt unserer Zeit trifft.

Die Grundlage wirkungsvoller politischer und gesellschaftlicher Aktion ist die Vernetzung der Aktivistinnen, der potentiellen Aktivistinnen und der Sympathisierenden – und wann war Vernetzung so einfach wie heute, in Zeiten des Internets?

Gebt Rückmeldung (am besten mit einer Kontaktmöglichkeit), wenn Ihr Interesse habt an einer künftigen Zusammenarbeit, wenn Ihr mit an einer Vernetzung bestehender und neu entstehender frauenbezogener Projekte und Arbeitsgruppen bauen wollt. Lasst Eurer Fanatasie freien Lauf und teilt uns allen Eure Ideen mit.

Wir sind stark, wir sind viele – nutzen wir unsere Unterschiedlichkeiten für den gemeinsamen Erfolg.

Vernetzungsplattform für die weitere gemeinsame Arbeit

One Billion Rising 2014

Endspurt

Pressemitteilung ONE BILLION RISING

11.02.2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Countdown läuft: In wenigen Tagen wird eine der größten Kampagnen, wenn nicht die bislang größte überhaupt, zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen ihren Höhepunkt im gemeinsamen globalen Rising von unzähligen Frauen und Männern auf allen Kontinenten finden.

ONE BILLION RISING

Am 14.2.2013 wird weltweit auf Plätzen, Straßen, in Parks, in Versammlungsräumen, Büros und Schulen getanzt werden, um mit diesem Tanz den ungebrochenen Lebenswillen von Frauen, die trotz ihrer alltäglichen Erfahrung von Ungleichheit, Unterdrückung und Gewalt sich nicht davon abhalten lassen, ein Ende dieser Gewalt und ein freies eigenständiges Leben einzufordern, auszudrücken. Tanz und andere Protestformen werden am 14.2. so unterschiedlich sein, wie die Frauen in fast 200 Ländern, die sich beteiligen, und doch durch den weltweiten “Aufstand der Frauen” ihre Gemeinsamkeit demonstrieren.
Betroffen von sexistischer körperlicher Gewalt (oft in Verbindung mit Rassismus, Homo-/Transphobie und Ableismus) sind Frauen in allen Ländern, dies lässt sich nicht, wie es in der Öffentlichkeit derzeit versucht wird darzustellen, auf Länder wie Indien reduzieren. Auch im sogenannten freien Westen wird jede 4. Frau im Lauf ihres Lebens geschlagen und/oder erfährt sexualisierte Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung. Weltweit ist jede 3. Frau betroffen, das bedeutet in Zahlen, dass eine Milliarde Frauen (ONE BILLION) weltweit im Lauf ihres Lebens mindestes einmal sexistisch begründete körperliche Gewalterfahrung macht (Der alltägliche Sexsimus, wie er derzeit in Deutschland in Aktionen wie #aufschrei thematisiert wird, ist hier nicht mitgerechnet, stellt aber eine Basis für das Entstehen von körperlicher Gewalt).

ONE BILLION RISING

In cirka 100 Städten wird es am 14.2.2013 Aktionen geben, nähere Informationen finden Sie unter http://onebillionrisingosnabrueck.wordpress.com/one-billion-rising-germany-geplante-events-in-der-brd/.

Lassen Sie sich dieses Ereignis nicht entgehen, Sie sind herzlich eingeladen, zu Ihrer örtlichen Veranstaltung zu kommen und darüber zu berichten.
Durch die Zeitverschiebung werden Sie schon morgens im Internet zahlreiche Berichte über Aktionen in anderen Ländern finden.

Ansprechpartnerin für die globalen und nationalen Events ist Karin Heisecke, Email karin@vday.org, Tel 0171 555 2746
Ab 21.30 h werden uns die Zahlen der beteiligten Menschen in Deutschland vorliegen und wir werden Sie Ihnen auf der Osnabrücker Homepage zu ONE BILLION RISING zur Verfügung stellen: http://onebillionrisingosnabrueck.wordpress.com/
Eine kurze Pressemitteilung mit den Zahlen und einer kurzen Zusammenfassung des Tages werden Sie von uns am späten Abend des 14.2. erhalten.

Wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung.

Mit freundlichen Grüßen

Maria Braig, Osnabrück
0175 433 8013
onebilllionrising_os@yahoo.de

PR am 14.2.2013

Eine Bitte an alle Städtegruppen:

Die Presse lechzt nach Zahlen. Wir haben deshalb mit Karin von der V-Day/OBR-Organsiation Europe abgesprochen, dass wir hier eine Zahlensammelstelle einrichten.
Bitte gebt uns am 14.2.2013 durch, wieviele Menschen (grob geschätzt, nicht einzeln durchgezählt) an Eurer Veranstaltung beteiligt waren. Bitte bis spätestens 21h -  entweder per SMS (0175 433 8013), über Facebook https://www.facebook.com/OneBillionRisingOsnabruck oder per Email: onebillionrising_os@yahoo.de – einfach Stadt (wenn es mehrere Events gibt, außerdem die Veranstaltung) und Zahl der beteiligten Personen durchgeben.
Wir werden das dann in einer kurzen Pressemitteilung noch am Abend rausgeben.

Auf ein Neues?

Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Kampagne ONE BILLION RISING unglaublich entwickelt. In aller Welt wird am 14.2.2013 getanzt und demonstriert werden,
unzählige Aktionsgruppen sind aus dem Boden geschossen und tun es immer noch.
Hier wird eine fast unvorstellbare Energie und Kraft sicht- und spürbar, die wir uns so bisher kaum vorstellen konnten.

Die Zeit tut, was sie kann – sie vergeht und das sehr schnell. Es ist nicht mehr lange bis zum Endpunkt von ONE BILLION RISING 2013, wenn sich am 14.2 .alle Aktivistinnen und Aktivisten vereinigen werden, um lautstark das Ende der alltäglichen Gewalt gegen Frauen zu fordern und einzuleiten.

Dieser Endpunkt darf aber nicht das Ende sein. Wir sollten tun, was wir können, um das was wir bisher an Energie, an Power, an Entschlossenheit und an Vernetzung erreicht haben, nicht wieder in der Versenkung verschwinden zu lassen. Im Gegenteil sollten wir uns stattdessen weiterhin zusammenschließen, um dauerhaft an dem Erreichten weiterzuarbeiten und uns unsere Kraft und Stärke nicht nur zu erhalten, sondern sie stetig wachsen zu lassen.

Nehmen wir uns nach dem 14. Februar Raum und Zeit, um unsere Erfolge zu feiern und um uns auszuruhen und beginnen wir am 8. März, dem Internationalen Frauentag, damit, für den nächsten ONE BILLION RISING-Tag am 14.2.2014 zu arbeiten.

Wir können im Lauf dieses vor uns liegenden Jahres an der weiteren Vernetzung arbeiten, international wie national.

International können wir gegenseitig bereits bestehende Frauenprojekte kennenlernen, unsere Gemeinsamkeiten finden und die Unterschiede nutzen.
Wir können versuchen, virtuell besser ins Gespräch miteinander zu kommen, persönliche Kontakte knüpfen und aus unseren verschiedenen Erfahrungen lernen.

National gäbe es z.B. die Möglichkeit eines Delegiertentreffens, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Virtuell könnte eine Vernetzung verschiedener bereits bestehender Projekt angestrebt werden, wie #ichhabenichtangezeigt, Mädchenmannschaft, Migrantinnenvereinigungen, Aufschrei, ……
Wir könnten im Laufe dieses Jahres unsere Ziele differenzieren und politische Forderungen erarbeiten

Die globale Bewegung der Frauen, die sich nichts mehr gefallen lassen, die dafür steht, dass der alltäglichen Gewalt gegen Frauen, angefangen bei sexistischen Sprüchen, über plumpe Anmache und primitives Begrapschen bis hin zu Schlägen und sexualisierten Übergriffen ein Ende bereitet wird, darf aus Gesellschaft und Politik und aus dem Bewusstsein der Menschen nicht mehr wegzudenken sein.

Deshalb überlegt Euch, ob Ihr Lust habt, den Gedanken und die Kraft von ONE BILLION RISING weiterzutragen und in einem Jahr in einem neuen kraftvollen Tanz münden zu lassen.
Liked diese Seite, wenn Ihr dabei sein wollt oder auch wenn Ihr einfach wissen wollt, ob und wie es weitergeht.

https://www.facebook.com/pages/One-Billion-Rising-2014/599730926709370?sk=info

Flyer Osnabrück

ONE BILLION RISING – Valentinstag einmal anders                                    obr-logo-os

 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist heute noch immer ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem. In Deutschland nicht anders als in allen anderen Ländern rund um den Globus.

Weltweit erfährt jede dritte Frau im Lauf ihres Lebens Gewalt, wird geschlagen oder vergewaltigt.

Und nach wie vor wird dieses Problem sehr häufig nicht ernst genommen, die Tat bleibt ein Kavaliersdelikt. In der Regel wird der Frau die Schuld zugeschoben, wenn es zu sexualisierten Übergriffen kommt. Sie war falsch bekleidet, sie war nachts noch allein unterwegs oder (vor allem bei innerfamiliären Übergriffen und im Bekanntenkreis wird gerne so argumentiert) sie hat es durch ihr Verhalten herausgefordert. Die Täter und ein viel zu großer Anteil der Gesellschaft finden noch viele andere Gründe und Entschuldigungen, um sich selbst von jeder Schuld frei zu sprechen. Zu viele Frauen suchen die Schuld bei sich selbst und wagen deshalb nicht, über den Übergriff zu sprechen oder ihn gar anzuzeigen.

Trotz aller Schuldzuweisung liegt die Schuld immer beim Täter, ganz egal, welche Ausflüchte und Erklärungen konstruiert werden.

 

 

 

 

ONE BILLION RISING

Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen,
zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt.

Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen (one billion), denen Gewalt angetan wird … ein unfassbares Gräuel.

Eine Milliarde (one billion) tanzender Frauen. Das ist eine Revolution!

ONE BILLION RISING … ist ein globales Aufbegehren, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.

ONE BILLION RISING…das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.

ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

Am 14. Februar 2013, erheben sich Frauen und Männer in aller Welt, auf jedem Kontinent, in über 200 Ländern, in über 30 deutschen Städten und auch hier in Osnabrück, um ein neues Bewusstsein, und das Ende dieser Gewalt zu fordern.

Treffpunkt in Osnabrück: 17.30 h bis 18.30 h Nikolaiort

Kontakt/Info (auch für künftige Aktionen):

http://onebillionrisingosnabrueck.wordpress.com/  Email: onebillionrising_os@yahoo.de

 

Hilfe findet Ihr unter: Frauennotruf Osnabrück 0541 -8601626

Supported by: FOKUS.e.V. und Lagerhalle e.V.

V.i.S.d.P.: Lagerhalle e.V. Rolandsmauer 26. 49074 Osnabrück

Darüber sprechen – Leser/innenbriefe schreiben

Die Kampagne ONE BILLION RISING entwickelt sich sehr gut, immer mehr Frauen und Männer wollen aktiv werden und am 14.2.2013 gemeinsam auf die Straße gehen, um ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu fordern.

Immer wieder fällt aber auch auf, dass in weiten Kreisen die Kampagne ONE BILLION RISING noch unbekannt ist. Ein sehr gutes Mittel, um zu informieren und Aufmerksamkeit zu erreichen (sowohl für die Kampagne wie auch grundsätzlich füt das Thema) sind Leser/innenbriefe. Sie werden in Zeitungen im Allgemeinen sehr gern und sehr viel gelesen. Um das Leser/nnenvbriefe schreiben mit möglichst wenig Aufwand zu verbinden, haben wir einen allgemeinen Vorschlag für einen solchen Brief geschrieben, der entweder genau so oder mit persönlichen und lokal bedingten Veränderungen übernommen und an die jeweilige Zeitung geschickt werden kann. Ausgedruckt und mit Absender versehen für die Printausgabe der örtlichen Tageszeitung oder mit wenigen Klicks kopiert und an die Online-Ausgabe der jeweiligen Zeitung verschickt.

Ansatzpunkte gibt es viel zu viele, keine Zeitung, in der nicht wenigstens ein Bericht über Gewalt gegen Frauen vorkommt oder sexistisch über irgendwelche Themen geschrieben wird.

Leser/innenbrief    zur freien Verwendung

(einfach kopieren und abschicken)

 

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist heute noch immer ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem. In Deutschland nicht anders als in allen anderen Ländern rund um den Globus.

Weltweit erfährt jede dritte Frau im Lauf ihres Lebens Gewalt, wird geschlagen  oder wird vergewaltigt.

Und nach wie vor scheint dieses Problem sehr häufig nicht ernst genommen zu werden und die Tat bleibt ein Kavaliersdelikt. Nach wie vor wird nur zu gerne der Frau die Schuld zugeschoben, wenn es zu sexuellen Übergriffen kommt. Sie war falsch bekleidet, sie war nachts noch allein unterwegs oder (vor allem bei innerfamiliären Übergriffen oder im Bekanntenkreis wird gerne so argumentiert) sie hat es durch ihr Verhalten herausgefordert. Die Täter und ein viel zu großer Anteil der Gesellschaft finden noch viele andere Gründe und Entschuldigungen, um sich selbst von jeder Schuld frei zu sprechen. Und viel zu viele Frauen akzeptieren diese Schuldzuweisungen, suchen die Schuld bei sich selbst, wagen deshalb auch nicht, über den Übergriff zu sprechen oder ihn gar anzuzeigen.

Aber die Schuld liegt immer beim Täter, ganz egal, welche Ausflüchte und Erklärungen konstruiert werden.

Jede dritte Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen,
zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt. Jede dritte Frau, das sind eine Milliarde Frauen weltweit, denen Gewalt angetan wurde und denen Gewalt angetan wird.

Aus dieser Erkenntnis und um das Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen einzufordern, um ein gesellschaftliches Bewusstsein für dieses weltweite gesellschaftliche Problem zu schaffen, wird es am 14.2.2013 einen weltweiten Aktionstag gegen die Gewalt gegen Frauen und Mädchen geben. In über 180 Ländern, auf allen Kontinenten, in über 20 deutschen Städten sind Veranstaltungen und Demonstrationen geplant.

Eine Milliarde geschlagener und vergewaltigter Frauen, das sind auf Englisch ONE BILLION. Wenn sich all diese Frauen und alle Männer, die die Gewalt gegen Frauen nicht weiter als gott- oder naturgegeben hinnehmen wollen erheben, so ist das  ONE BILLION RISING.

Mehr Informationen zur weltweiten Kampagne ONE BILLION RISING, die am 14.2.2013 in einem globalen Aktionstag münden wird finden Sie im Internet: www.onebillionrising.orghttp://onebillionrisingosnabrueck.wordpress.com/one-billion-rising-germany-geplante-events-in-der-brd/

Leser_innenbrief

One Billion Rising – und dann?

One Billion Rising – und was kommt dann?

Diese Frage stellt sich als eine der ersten, wenn es um die Organisierung eines solchen “Events” wie One Billion Rising geht. Macht es Sinn, eine Aktion vorzubereiten und durchzuführen, die zwar in einem weltweiten Zusammenhang steht, die zwar einige Menschen vor Ort erreichen wird, die vielleicht und hoffentlich bei manchen auch etwas in Gang setzen wird und dann wieder ins Nichts abzutauchen?

Aktionen wie One Billion Rising sind bewusst gesetzte Einzel-Events, um eben dies zu erreichen:

• Einen weltweiten Zusammenhang aufzuzeigen, bewusst zu machen, nicht nur hier bei uns gibt es starke Frauen, die aufstehen und sich ihre Rechte einfordern, sondern es gibt sie überall auf der Welt. Auch und gerade auch in Ländern, in denen die Rechte der Frauen eigentlich noch gar nicht existieren, in denen sie noch ganz grundsätzlich erkämpft werden müssen. Wir müssen dafür Sorge tragen, die Rechte, die wir uns bereits erkämpft haben, die für uns in der Vergangenheit erkämpft wurden, zu erhalten und endlich wirklich gleiche Rechte (und das nicht nur auf dem Papier) zu bekommen und wir müssen unsere Möglichkeiten nutzen, um uns mit den Frauen zu solidarisieren, die sich das alles erst noch erkämpfen müssen.

• Menschen vor Ort zu erreichen, ihnen genau diese Zusammenhänge aufzuzeigen und ihnen bewusst zu machen, dass wir noch lange nicht alles erreicht haben, was uns zusteht und dass wir es für uns einfordern. Jetzt und hier, laut und kraftvoll, zu Hause und auf der Straße.

• Gedanken und Entwicklungen bei Einzelnen in Gang zu setzen, die vielleicht nicht sofort und umgehend zu Ergebnissen führen, die aber auch nicht mehr umkehrbar sind, wenn sie sich einmal in den Köpfen eingenistet haben.

Und hier kommt die Frage nach dem Danach ins Spiel. Macht es Sinn, diese Entwicklungen in Gang zu setzen und danach die Aktion zu beenden?
Wünschenswert wäre es mit Sicherheit, hier eine Kontinuität anbieten zu können. Doch nicht jedes Event kann auf Dauer angelegt werden, dafür haben wir einfach nicht genug Kapazitäten und Kraftreserven.

Aber: Ein solches „Event“ entsteht ja auch nicht aus dem Nichts, sondern es ist eingebettet in bereits vorhandene Strukturen, die auch am Tag danach noch existieren und ihre gewohnte Arbeit fortsetzen. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn sich am 14. Februar 2013 möglichst alle lokal und regional vorhandenen Frauenorganisationen und -Gruppen beteiligen und ihre alltägliche Arbeit vorstellen würden, um so das bereits existierende Netz aufzuzeigen, an das sich Frauen wenden können, die entweder Hilfe und Unterstützung benötigen, oder die sich einbringen und aktiv werden möchten.

One Billion Rising ist aber auch nicht aus dem Nichts entstanden, sondern aus der Idee der weltweiten V-Day-Bewegung, mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen zu beenden.

Sollten sich im Anschluss an One Billion Rising in Osnabrück Frauen finden, die sich dieser Bewegung anschließen, sei es als regionale V-Day-Gruppe oder als Verstärkung in den bereits existierenden Frauengruppen vor Ort, so wäre dies neben unserem öffentlichen Statement:
„Wir sind hier, wir sind überall, wir sind stark, wir sind laut, wir lassen uns nicht mehr zum Schweigen bringen“
ein großartiger Erfolg.

 

One BIllion Rising 2014?

One Billion Rising – Valentinstag einmal anders

Lagerhalle, "One billion rising".

Foto von Klaus Lindemann

Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen,
zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt.

* Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen, denen Gewalt angetan wird … ein unfassbares Greuel.

* Eine Milliarde tanzender Frauen . Das ist eine Revolution!

ONE BILLION RISING … ist ein globales Aufbegehren, eine Einladung zum Tanz als Ausdruck unserer Kraft, ein Akt weltweiter Solidarität, eine weltweite Demonstration der Gemeinsamkeit.

ONE BILLION RISING…das bedeutet, ins öffentliche und ins individuelle Bewusstsein zu rufen, womit Frauen sich tagtäglich auseinandersetzen müssen.

ONE BILLION RISING…zeigt, wie viele wir sind, die sich weigern, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als unabänderliche Tatsache hinzunehmen.

 Programm in Osnabrück

Um 16.15h beginnen die Rhytm of Resistance einen Sambazug vom Neumarkt zum Nikolaiort

Die Veranstaltung beginnt um 17.30h am Nikolaiort:

Rhythm of Resistance

17.30 Uhr  zehnminütige Lesung von Texten zum Thema durch die Theaterpädagogische Werkstatt
Tanz:

  • Break The Chain
  • Musik vom Band zum Tanzen
  • 18.00h (ca)  Sambagruppe Rosinhas

Wortbeitrag vom Frauenhaus
und zum Auseinandergehen spielen noch mal Rhythm Of Resistance

Ab 19h in der Lagerhalle auf der Empore gemütlicher Ausklang für alle, die Lust haben.

Zur Einstimmung gibt es am Donnerstag vormittags einen Talk von OS-TV und ein Interviw auf Radio FFN

 
 
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.